Tipps zur Mitarbeitermotivation

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Der entscheidende Faktor bei der Mitarbeitermotivation ist das Führungsverhalten des Vorgesetzten. Sie als Führungskraft entscheiden durch Ihr tägliches Wirken und Handeln ob sich Ihre Mitarbeiter entfalten und von „innen heraus“ eine starke Motivation für die täglichen Aufgaben im Job entwickeln können.

Denn man kann nicht motiviert werden, man kann sich nur selbst motivieren! Lesen Sie, welche Methoden greifen und welche nicht und was neben Anreizen noch wichtig ist, damit der Macht-Spass-Motor läuft.

Legen wir einmal alle mehrdeutigen Begriffe, wie soziale Kompetenz, emotionale Intelligenz, Führungskompetenz und sonstige Kompetenz beiseite und konzentrieren wir uns auf zwei essentielle Fragen, die wir an uns selber richten:

  • Behandeln wir den Mitarbeiter als Mensch?
  • Versetzen wir uns in die Lage des Anderen?

Diese beiden Fragen beinhalten den Schlüssel über das offene Geheimnis einer erfolgreichen Mitarbeiterführung. Das Verhalten, welches wir unseren Mitarbeitern gegenüber an den Tag legen, ist die Basis, auf der sich eine für beide Seiten „befruchtende“ berufliche Beziehung aufbauen lässt. Weiters liefert uns dieses Bewusstsein die Möglichkeit, unseren Einfluss auf andere Menschen auszubauen und die Rahmenbedingungen für Selbstmotivation zu schaffen.

Weil es uns nur selten gelingt, den Mitarbeiter vordergründig als Mensch zu sehen und wir uns nur selten in seine Lage versetzen, führen wir sehr oft durch „Management by Angst“ – versteckt oder offensichtlich. Diese Art von Stimmung, die dabei entsteht ist unbewusst im ganzen Unternehmen zu spüren und setzt sich negativ im Miteinander des Kollegenkreises fort. Die Mitarbeiter gehen automatisch über, ihre eigenen Interessen zu vertreten und zu verteidigen. Das Führen mit Bedrohung ist oftmals nur Hilflosigkeit der Führungskraft ohne bewusste böse Absicht und führt in den seltensten Fällen zum Erfolg.

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Wenn Führung gleich Drohung ist …

  • Die Mitarbeiter arbeiten unselbstständig und unsicher.
  • Das Engagement im Sinne des Unternehmens ist auf das Nötigste beschränkt.
  • Keine Motivation im Sinne des Unternehmens.
  • Verantwortungsvolle Aufgaben werden nur sehr ungern übernommen.
  • Jeder ist ein Einzelkämpfer und steht für seine eigenen Interessen, die Mitarbeiter sind nicht teamfähig.
  • Das Betriebsklima ist angespannt.
  • Effektives Arbeiten ist nur sehr schwer möglich.
Mitarbeitergespräche – motivierend, wirksam, nachhaltig (Praxis der Personalpsychologie, Band 16)
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Mitarbeitergespräche – motivierend, wirksam, nachhaltig (Praxis der Personalpsychologie, Band 16)
  • Rüdiger Hossiep, Jennifer Esther Bittner, Wolfram Berndt
  • Herausgeber: Hogrefe Verlag
  • Auflage Nr. 12008 (06.06.2008)
  • Taschenbuch: 108 Seiten

Früher waren es Macht, Ruhm und Reichtum. Doch was treibt die Menschen heute zu Höchstleistungen?


7 Tipps zur Mitarbeiter-Führung und -Motivation

  1. Versuchen Sie nicht, über Zusatzprämien, Gehaltserhöhungen, die Auszeichnung „Mitarbeiter des Monats“ oder ähnliche Belohnungssysteme zu motivieren. Diese greifen – wenn überhaupt – nur kurzfristig. Das hat unter anderem damit zu tun, dass unser Lebensstandard so hoch ist und Menschen heute andere Bedürfnisse haben als früher.
    (Jan Bodo Sperling, Gründer der Unternehmensberatung Coverdale Deutschland)
  2. Das Erleben von Autonomie, Anerkennung, Vertrauen und häufiges Feedback auf geleistete Arbeit spielen eine große Rolle. Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Chance, sich als kompetent und ernst genommen zu erleben. Ein positives Menschenbild, Respekt vor Menschen und Leistung sind Voraussetzung, damit immaterielle Anreize funktionieren.
    (Marco de Micheli, Autor des Buches „Nachhaltige und wirksame Mitarbeitermotivation“)
  3. Achten Sie auf den „Pygmalion-Effekt“: Ein Mitarbeiter ist nur so gut, wie seine Führungskraft es von ihm erwartet. Geringe Erwartungen nehmen die Lust am Engagement. Dies führt zu schlechten Leistungen und damit zu mageren Ergebnissen. Mitarbeiter, von denen der Chef nicht viel erwartet, verlieren den Glauben an sich selbst und werden zu Versagern. Menschen, die sich selbst als Versager sehen, trauen sich nichts zu, strengen sich nicht an und erreichen nicht viel.
    (Hedwig Kellner, Unternehmensberaterin und Managementtrainerin)
  4. Vereinbaren Sie mit Ihren Mitarbeitern klare Ziele und Aufgaben, die sie herausfordern, aber nicht überfordern. Sie sollten mit dem Vorgesetzten abgestimmt und in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Wichtig ist, dass man den Mitarbeitern zur Erreichung ihrer Ziele schrittweise mehr Verantwortung und Freiraum gibt. Dabei muss man sie begleiten, sie als Partner verstehen, Präsenz zeigen, Probleme erkennen und darüber sprechen.
    (Jan Bodo Sperling, Gründer der Unternehmensberatung Coverdale Deutschland)
  5. Nur informierte Mitarbeiter sind motiviert. Verteilen Sie Wissen und Information innerhalb des Betriebs und den Mitarbeitern und machen Sie sie auf eine Weise zugänglich, dass sie organisatorische Prozesse nachvollziehen und sich mit eigenen Anliegen und Vorschlägen einbringen können.
    (Heinz Mandl, Lehrstuhlinhaber für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie an der Uni München)
  6. Motivation ist ein aktiver, langfristiger Prozess und sollte eine Daueraufgabe in der Führungs- und Unternehmenskultur sein. Nur ein Vorgesetzter, der seine Mitarbeiter permanent fördert, an deren Fähigkeiten glaubt und sie aktiv mit Schulungen und herausfordernden Aufgaben weiterentwickeln hilft, motiviert nachhaltig.
    (Marco de Micheli, Autor des Buches „Nachhaltige und wirksame Mitarbeitermotivation“)
  7. Hören Sie nicht auf den Spruch „Man muss das Unmögliche anstreben, um das Mögliche zu erreichen.“ Es ist selten der Fall, dass sich Mitarbeiter umso härter anstrengen, je höher die Messlatte liegt. Im Gegenteil, unrealistische Ziele wirken auf sie nicht herausfordernd, sondern deprimierend.
    (Hedwig Kellner, Unternehmensberaterin und Managementtrainerin)

Methoden der Mitarbeiter-Demotivation

VOR ANWENDUNG WIRD AUSDRÜCKLICH GEWARNT!

  • Kritisieren Sie Ihre Mitarbeiter ständig!
  • Kontrollieren Sie Ihre Mitarbeiter fortwährend und kleinlich!
  • Seien Sie ständig schlecht gelaunt und unfreundlich!
  • Schieben Sie Ihre Fehler Ihren Mitarbeitern in die Schuhe!
  • Seien sie ungerecht und unzuverlässig!
  • Treffen Sie Entscheidungen im stillen Kämmerlein!
  • Heimsen Sie Lob und Anerkennung nur für sich ein!
  • Gehen Sie allen Problemen aus dem Weg!
  • Lassen Sie Ihre Mitarbeiter in schwierigen Situationen allein!
  • Geben Sie keine Verantwortung ab!
  • Ziehen Sie bestimmte Mitarbeiter vor!
  • Reagieren Sie gereizt auf Kritik!
  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter so wenig wie möglich!
  • Interessieren Sie sich nicht für Ihre Mitarbeiter solange sie gut arbeiten!
  • Werfen Sie ständig Ihre eigenen Entscheidungen um!
  • Lassen Sie Ihre persönlichen Probleme an Ihren Mitarbeitern aus!
  • Stellen Sie sich immer in den Vordergrund!
  • Seien Sie starrsinnig und rechthaberisch!
  • Profilieren Sie sich auf Kosten Ihrer Mitarbeiter!
  • Seien Sie aufgesetzt und unnatürlich!
  • Seien Sie undiplomatisch und suchen Sie bei jeder Gelegenheit Streit!
  • Geben Sie auf keinen Fall eigene Fehler zu!

 

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