Erfolgreiche Zielerreichung

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Jeder Mensch hat Ziele – doch werden sie auch erreicht? Nein, aber warum nicht? Wir lüften das Geheimnis erfolgreicher Zielerreichung?

Das beste Beispiel für Ziele und deren (Nicht)Erreichung sind die Neujahrsvorsätze. Mehr als die Hälfte der Deutschen startet mit mindestens einem guten Vorsatz ins neue Jahr. Laut einer europaweiten Umfrage werden allerdings ein Drittel der gut gemeinten Vorhaben bereits in der ersten Woche aufgegeben. Nach einem Monat sind bereits 59 Prozent der Neujahrswünsche in Vergessenheit geraten.

„Ab morgen hör ich mit dem Rauchen auf!“

„Wenn das Wetter schöner ist, werd ich wieder regelmäßig Sport machen!“

„In den Ferien werde ich wieder mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen!“

Der Schweizer Schauspieler Hansjörg Bahl meinte einmal, dass gute Vorsätze Startschüsse für Rennen sind, die nicht stattfinden.

Haben Sie Ihre Vorsätze erfüllt?

Sie hatten schließlich mittlerweile ein halbes Jahr Zeit… Wissen Sie überhaupt noch, was Sie sich vorgenommen haben? Nein? Dann geht es Ihnen so wie vielen. Nicht nur Privatpersonen auch Unternehmen kämpfen mit der Erreichung Ihrer Ziele, ob es sich nun um Projektziele, strategische Unternehmensziele, oder finanzielle Ziele handelt. Führungskräfte versuchen die Zielerreichung mit Hilfe von Mitarbeitergesprächen und Zielvereinbarungen anzuspornen. In Projekten werden Ziele formuliert, die erreicht sein müssen, damit das Projekt abgeschlossen werden kann. Einzelne Mitarbeiter/-innen haben ihre Ziele bzw. die Maßnahmen für den Weg dorthin auf To-Do-Listen formuliert.

Was ist das Geheimnis erfolgreicher Zielerreichung?

Management-Ratgeber predigen folgenden Zielerreichungsprozess:

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  1. Standpunktdefinition – wo bin ich?
  2. Zieldefinition –wo will ich hin?
  3. Maßnahmendefinition – wie komme ich dorthin?
  4. Evaluierung – bin ich dort, wo ich hinwollte und was kann ich das nächste Mal besser machen?

So weit so gut, das sagt die graue Theorie. Nun zur Praxis. Hier am Beispiel von Projektzielen, die Vorgehensweise kann jedoch auf jede erdenkliche Art von Zielen angewandt werden.


Die meisten scheitern am Wollen, nicht am Können!


Der allererste und wichtigste Schritt ist die Definition einer Motivation!

WARUM wollen wir dieses Projekt durchführen? Warum wollen wir dort hin? Ist es dort schöner, besser, einfacher, interessanter, billiger? Und die Definition der negativen Konsequenzen – Was passiert, wenn wir bleiben, wo wir sind?

Ob Sie die positive Variante der Vision oder die negative der Drohung bevorzugen, bleibt Ihnen überlassen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass meist die positive Variante besser funktioniert, da sie nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei Ihrem Team gute Gefühle verursacht.

Erst, wenn ich die Motivation habe, etwas zu verändern, werde ich das auch tun. Oder würden Sie mit dem Rauchen aufhören, wenn es Ihrem Körper nicht schaden würde?

Der zweite Schritt: Fähigkeit!

Können wir das Ziel überhaupt erreichen? Als unbekanntes Unternehmen innerhalb von einem Monat Marktführer in der Branche zu werden, wird schwierig bis unmöglich sein. Und gleich danach kommt die Frage des inneren Antriebs: Wollen wir das Ziel überhaupt erreichen? Studien zu Folge scheitern die meisten in Wahrheit nicht am Können, sondern am Wollen.

Dazu eine kleine Übung:
Stellen Sie sich vor, Sie sind gerade am Boden zerstört. Den Auftrag Ihres Großkunden haben Sie trotz langwieriger Akquise nun doch nicht bekommen, Ihr Vorgesetzter nörgelt nur an Ihnen herum, Ihre Mitarbeiter müssen ständig daran erinnert werden zu arbeiten, ein Kollege hat Ihnen den letzten Schoko-Muffin in der Kantine weggeschnappt, es regnet und im Radio läuft grade dieses grässliche Lied, das Sie immer schon zur Weißglut gebracht hat. Mit einem Wort: negative Stimmung durch und durch. Lächeln? Keine Chance, nicht einmal gequält. Geht nicht.

Und jetzt ruft plötzlich der Großkunde an, den Sie seit Monaten von einem Projekt über mehrere Jahre Laufzeit überzeugen wollen und will mit Ihnen vor der Beauftragung noch schnell die Details durchgehen. Lautet dann Ihre Antwort: „Rufen Sie später noch einmal an, jetzt geht es gerade schlecht?“ Oder graben Sie Ihren letzten Funken an Freude und Enthusiasmus aus und schenken ihm lächelnd ein „Natürlich gerne, jederzeit!“?

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Legen wir das auf unser Beispiel mit der Marktführerschaft um. Jedes noch so kleine Unternehmen könnte alles daran setzen, Marktführer zu werden – wenn es das will und wenn nicht andere Ziele momentan vielleicht wichtiger sind. Ist das Überleben eines Unternehmens erst einmal gesichert, kann es sich in jedem Fall daran machen, seine Bekanntschaft immer weiter auszuweiten. Ein perfektes Beispiel hierfür ist Red Bull. Die silberne Dose mit dem roten Stier aus dem Salzkammergut taucht mittlerweile sogar in Hollywood-Kinofilmen auf – wer hätte das gedacht?

Damit haben wir sowohl die Motivation, warum wir ein Projektziel erreichen wollen, als auch die Fähigkeit und den Wunsch, das Projektziel zu erreichen.

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Der nächste Schritt: das Abstecken des Weges!

Über welche Aktivitäten bringen wir unser Projekt zum Erfolg? Hier ist das Wichtigste, konsequent zu bleiben und den gewünschten Zustand nicht aus den Augen zu verlieren.

Manche erreichen dies über regelmäßige mentale Visualisierungen der Zielerreichung, manche über die Genugtuung beim Abhaken von To-Do-Listen, manche über das Teilen des Vorhabens mit Mitarbeitern und Kollegen im Unternehmen, manche über das bewusste Anerkennen und „Feiern“ von Zwischenergebnissen.

Suchen Sie sich die Methode aus, mit der Sie und Ihr Team am Ball bleiben. Vergessen Sie dabei nie, dass auch Kleinigkeiten hervorragend funktionieren! Ein Post-It am Monitor kann reichen, um ein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Sich im Team zu motivieren, ist dabei immer einfacher, als wenn man ein Ziel allein erreichen muss. In einer Gruppe findet sich immer schneller jemand, der die anderen wieder aus ihren Tiefs holt und das Motto prägt „Wir schaffen es!“.

Und wenn Sie dann im Ziel sind, freuen Sie sich, feiern Sie, klopfen Sie sich selbst und Ihrem Team auf die Schulter und dann blicken Sie gemeinsam zurück – aber nicht nur auf die Rückschläge und Fehler, sondern auch auf die Zeiten, in denen Sie ihr Ziel ganz besonderes erfolgreich verfolgt haben. Man lernt zwar auch aus Fehlern, aber noch einfacher aus Dingen, die schon einmal gut gegangen sind, und die es wert sind, wiederholt zu werden. Konzentrieren Sie sich darauf bei Ihrer nächsten Zielerreichung und Sie werden ebenso erfolgsversprechend losmarschieren.


Zielerreichung funktioniert im Team meist besser als allein!


Formulieren Sie Ihre Ziele SMART!

S wie schriftlich:
Man sagt zwar Papier ist geduldig, aber Buchstaben sind hartnäckiger als leere Worte. Formulieren Sie Ihr Ziel gut sichtbar auf einem Zettel und platzieren Sie es so, dass Sie es häufig sehen (zum Beispiel in dicken Lettern an der Wand des Projekt-Raums).

M wie messbar:
Können Sie beweisen, dass Sie das Ziel erreicht haben, wenn Sie es erreicht haben? Wenn Sie Einsparungen machen müssen, wo genau? Wie viel? Was wollen Sie weglassen?

A wie anspruchsvoll:
Es muss nicht gleich die Marktführerschaft sein, es reicht auch sich den Bekanntheitsgrad in der Region vorzunehmen. Allerdings sollte die Zielerreichung auch nicht „babyleicht“ sein.

R wir realistisch:
Womit wir wieder beim Können wären. Achten Sie darauf, dass das Wollen hier keine Rolle spielt!

T wie terminiert:
Setzen Sie sich einen Termin, zu welchem Zeitpunkt Sie was erreicht haben wollen. Gerade Neujahrsvorsätze sind ein gutes Beispiel dafür, dass man ja sooooo viel Zeit dafür hat.


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Literaturhinweise

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